Nun ist der Sprachkurs also vorbei und wir sind offiziell aus unserer VASE-Blase raus :) Gestern hat die Arbeit im Projekt angefangen, aber ich kann eigentlich noch nichts darüber berichten, weil Vicky und ich bisher nur eine Versammlung mit den ganzen anderen Lehrern hatten. Wir hatten da zwar absolut nichts zu tun, aber es war trotzdem ganz witzig, weil es mich absolut an meine nun zurückliegende Schulzeit erinnert hat. Vorne am Pult saß die Direktorin und an den Tischen saßen die ganzen Lehrer, einige haben engagiert mitdiskutiert, andere haben in Modezeitschriften gelesen oder ihre Nagelfeile ausgepackt, wieder andere haben heimlich telefoniert oder SMS geschrieben und noch andere haben Zettelchen geschrieben oder ihre Unterlagen bemalt. Es sah echt aus wie der völlig normale Schulwahnsinn in Deutschland.

Jetzt muss ich aber noch von meinen Ausflügen der letzten Wochen berichten.

Also letztes Wochenende haben wir mit VASE das Centro Histórico besichtigt. Das was ziemlich beeindruckend und interessant und wir durften sogar in den Präsidentenpalast, leider war Correa grade nicht da. Außerdem waren wir auf dem Panecillo, dem Berg, der die Stadt in Nord und Süd teilt. Um den Berg gibt es ziemlich viele Sagen, das gibts hier aber eh viel um alte Gebäude oder Statuen, die meisten davon stammen von den Quechua-Indianern oder von noch früher aus der Inka-Zeit.
Ich muss aber auf jeden Fall nochmal ins Centro Histórico, weil ich erst die Hälfte gesehen habe!

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Außerdem war ich mit meiner Familie im Oriente und haben dort durch Zufall einen Tanzwettbewerb mit folklorischen Tänzen gesehen. Alle Gruppen hatten ihre traditionelle Kleidung an und so. Da konnte ich einen kleinen Einblick in deren Kultur und Traditionen bekommen :)

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Dann waren wir auch noch zusammen in Puéllaro in der Kirche. Es wurde total viel gesungen, die Lieder kamen laut aus einem CD-Player und alle standen, haben mitgesungen und geklatscht. Die Predigt kam mir ein bisschen wie Bibelarbeit aus dem Religionsunterricht vor, aber insgesamt waren die Gebete und Ansprachen viel enthusiastischer und leidenschaftlicher. Die Leute dort haben mich alle ganz herzlich begrüßt und aufgenommen. Nach dem Gottesdienst waren wir dann noch draußen auf dem Feld und haben die unglaubliche Landschaft bestaunt.

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Diesen Freitag waren wir mit VASE in Otavalo, auf dem wohl bedeutensten Indianer-Markt in Südamerika. Die Otavaleños sind ein wohlhabendes und angesehenes Indigena-Volk. Der eigentliche Markt ist Samstag, aber es war auch so schon ziemlich beeindruckend und man kann dort wunderbar einkaufen, was ich auch direkt getan habe. Danach haben wir uns noch den Wasserfall Peguche und die Lagune Cuicocha angesehen, beides wunderschoene Orte. Achja, falls ihr euch ueber die merkwuerdigen Namen wundert, die gar nicht so richtig spanisch klingen: in den meisten Faellen ist das Kichwa, eine Art Dialekt des Quechua.

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Dieses Wochenende war ich dann mit Eva, Kyra und ihrer Familie in Baños. Das ist ein ziemlich gruenes Staedtchen, was gefuehlt nur aus Wasserfaellen besteht. Samstagabend waren wir in einem der Thermalbaeder und Sonntag war der Adrenalin-Tag. Morgens sind wir mit Buggies (eine Mischung aus Quad und Auto?) durch die Gegend gefahren, was schonmal ziemlich Spass gemacht hat. Dann haben wir an einer Bruecke gehalten, wo ein Mann ankam, der uns zu einem Bungee-Sprung von der Bruecke animieren wollte.

Wir haben uns dann kurzerhand auf einen Tandem-Swing-Sprung eingelassen. Also wir sind zu 2. gesprungen, aber nicht kopfueber und wir wurden auch nicht wieder hochgezogen, sondern sind so hin und her geschaukelt. Hammer cool :)
Dann waren wir noch an einer riesigen Schlucht, wo wir Canopy gemacht haben. Also wir sind mit so einer Art schnellen Seilbahn ueber die ganze Schlucht mit den Wasserfaellen geflogen.

Am Ende haben wir uns dann noch den Pailon del Diablo angeguckt, mal wieder ein Wasserfall und ein krasses Naturschauspiel.
Da Kyras Familie unglaublich chaotisch, aber auch genauso liebenswert ist, waren wir dann erst nachts wieder zuhause.
Baños ist aber auf jeden Fall der richtige Ort fuer einen Action-Urlaub und es ist absolut touristisch ausgelegt.
Es gibt auch Fotos von alldem, die werden aber nachgereicht ;)

Ansonsten muss ich noch sagen, dass ich seit letzter Woche schon 5 Mal beim Capoeira war und waehrend ich die ersten Male noch total schnell aus der Puste kam (ich dachte, hier in Tumbaco wuerde ich die Hoehe nicht so merken, aber ich hab falsch gedacht!), merke ich, dass es von mal zu mal besser wird :)

Heifer Ecuador

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