Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!
Seit einer Woche bin ich nun schon in Ecuador und es ist sooo unglaublich viel passiert.

Also meine Gastfamilie ist furchtbar lieb und herzlich und zum Glück auch humorvoll. In dem Haus wohne ich zusammen mit den Großeltern, der Tochter und ihren 2 Söhnen, die 6 Jahre und 5 Monate alt sind und außerdem noch einem anderen Enkelkind, dessen Eltern dauernd arbeiten. Ich wohne in Tumbaco, eine kleine Stadt ganz in der Nähe von Quito und im Moment glaub ich nicht, dass es mich besser hätte treffen können mit der Gastfamilie.

Ab 6 Uhr morgens ist hier das ganze Haus wach, inklusive der Tiere, das heißt Hund, Hahn, Hühner und Meerschweinchen.
Über mein Projekt kann ich noch nichts sagen, weil ich ja noch Sprachkurs hab und über die Stadt auch noch nicht so viel. Jedenfalls merkt man deutlich, dass Quito auf 2850 Metern Höhe liegt und Tumbaco deutlich tiefer. Noch scheint mir in Quito jede Bewegung anstrengend und auch das Atmen fällt mir manchmal schwer, aber das wird sich legen.
Es gibt hier Unmengen an Früchten, Gemüsen und Getreide, die ich noch nie vorher gesehen hab und auch an Mais und Kartoffeln und Bananen gibt es gefühlt 100 verschiedene Sorten!

Mittwoch-22-August-02

Am Wochenende war ich mit meiner Familie in Papallacta, das ist quasi das Tor zum Oriente, also von der Anden-Kordillere in den Urwald. Auf jeden Fall ist das ziemlich hoch gelegen und wir waren dort in einem Thermalbad, dessen heißes Wasser direkt von einem Vulkan kommt. Wenn man also in dem heißen Wasser lag sah man um sich herum die ganzen Berge und weil es grade aufgehört hatte zu regnen und die Sonne rauskam, war da auch noch ein riesiger Regenbogen, der echt zum Greifen nahe schien, was wohl an der Höhe lag. Also ziemlich idyllisch das Ganze :)
Es ist so anders hier, aber was ich gesehen habe, gefällt mir bisher richtig gut. Also wenn ich länger hier bin, werde ich wahrscheinlich feststellen, wie viele Gemeinsamkeiten es gibt, aber bisher hauen mich die ganzen neuen Eindrücke total um.

Vor ein paar Tagen war ich z.B. mit meiner Gastmama Richtung Stadt unterwegs und dann lief uns eine Indigena (also eine von den Ureinwohnern) über den Weg mit ihren 3 Kühen.
Nachdem zu urteilen, was ich bisher gesehen habe, leben fast alle Menschen hier deutlich einfacher, aber mir ist auch sofort aufgefallen, dass man das gar nicht als Messlatte für Reichtum nehmen kann.
Auf der Straße oder im Bus finden sich aber leider trotzdem dauernd Menschen, die dir Süßigkeiten, Früchte, Zigarretten oder sonst was verkaufen möchten. Bei den Erwachsenen kann ich das noch aushalten, aber wenn das so ein kleines Kind mit einem noch viel kleineren Geschwisterchen an der Hand ankommt, dann ist das echt hart.

Auf den ersten Blick würde man vielleicht gar nicht denken, dass Ecuador finaniell gesehen zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Es gibt hier nämlich richtig viele große neue Autos, was angeblich daher kommt, dass die Bewohner den Banken nicht so trauen und daher keine Anlagen machen möchten.

Mittwoch-22-August-00

Achja außerdem ist das Meiste hier super billig, also für eine Banane bezahle ich 5 Cent. Es gibt aber auch andere Produkte, hauptsächlich importierte, die man mit den Preisen in Deutschland vergleichen kann.
Ich könnte noch von 100 anderen Eindrücken berichten, aber ich warte lieber erstmal, bis sich die bestätigt haben oder auch nicht :D
Eine wichtige Sache aber noch: auf dem Arrival Camp hab ich direkt schon eine Capoeira Gruppe kennengelernt, die auch Salsa-, Merengue- und Reggeatonunterricht anbieten - mein Traum also.

Capoeiraunterricht gibt es hier ganz in der Nähe in Cumbayá, hoffen wir also nur noch, dass die ganzen Tänze auch dort angeboten werden, oder ich das mit den Arbeitszeiten geregelt kriege, regelmäßig nach Quito zu fahren.

Wie ihr hört geht es mir also ziemlich gut und ich versuch jetzt auch gleich mal, ein paar Fotos hochzuladen!

Mittwoch-22-August-04

Mittwoch-22-August-01

Mittwoch-22-August-03

Heifer Ecuador

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